DSL Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit der DSL-Verbindung ist maßgeblich für die spätere Nutzung des Internets. Schon seit längerem geht es dabei nicht mehr allein um das schnelle Aufrufen von Internetseiten. Mittlerweile sind die Anwendungsbeispiele derartig vielfältig geworden, dass sich auch deren Anforderungen an die DSL Geschwindigkeit maßgeblich voneinander unterscheiden. Wer demnach mehr möchte als gelegentliches surfen im Internet, sollte sich über sein individuelles Anforderungsprofil im Klaren sein. Denn nur mit ausreichender DSL Geschwindigkeit ist die uneingeschränkte Nutzung von Videos, Musik oder die Internettelefonie zufriedenstellend ausführbar.
 
Die meisten Provider bieten ihren Kunden optional verschiedene DSL Geschwindigkeiten an. Als Basisgeschwindigkeit dient dabei DSL 1000, was jedoch in der Praxis nur noch selten angeboten wird. Dies entspricht einem Downstream, also einer maximalen Downloadgeschwindigkeit, von 1028 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Zum Upload stehen bis zu 128 Kbit/s zur Verfügung. Als Standard für Einsteiger hat sich aktuell DSL 2000 entwickelt. Ein maximaler Downstream von 2048 Kbit/s sowie ein Upstream von 192 Kbit/s sorgen dabei für 32-fache ISDN Geschwindigkeit. Als nächste Stufe existiert ein 6000er DSL Zugang, welcher dem Anwender bereits einen deutlich erhöhten Down- und Upstream liefert. Die genauen Werte liegen bei 6016 Kbit/s beziehungsweise 576 Kbit/s. Mit dieser Geschwindigkeit sind die oben geschilderten Anforderungen zufriedenstellend zu erfüllen. Am schnellsten surfen Benutzer derzeitig mit DSL 16000. Dabei handelt es sich, Dank der ADSL2+ Datenübertragung, bereits um die 128fache ISDN-Geschwindigkeit. Der Downstream liegt maximal bei beachtlichen 16000 Kbit/s und auch der Upload setzt mit 800 Kbit/s Maßstäbe. Selbst bei hochauflösenden Filmen und Videos sowie bei Videokonferenzen ergeben sich keine Geschwindigkeitsdefizite. Es gilt jedoch vor Vertragsabschluss zu beachten, dass mit zunehmender Geschwindigkeit auch die Kosten der Internettarife ansteigen. Außerdem ist die technische Verfügbarkeit nicht an jedem geographischen Standort gewährleistet. Ob am Wohnort ADSL verfügbar ist gilt es im Vorfeld beim Provider in Erfahrung zu bringen.
 
Breitband Internet
Ein Breitband Internetzugang ermöglicht hohe Datenübertragungsraten, die um ein Vielfaches höher sind als bei älteren Standards via Telefonmodem oder ISDN. Aus diesem Sachverhalt ergibt sich für die Telefonmodem- und ISDN-Einwahl demnach der Oberbegriff des Schmalbandzugangs. Eine exakte und verbindliche Definition des Geschwindigkeitsintervalls fehlt für einen Breitbandzugang. Als unterste Grenze wird jedoch regelmäßig eine Rate von 1000 Kbit/s angegeben. Sogar das mobile Internet erreicht mittlerweile bei vielen UMTS Flatrate Tarifen die Geschwindigkeit von 7.2 MBit/s.
 
Die technische Anbindung an einen Breitbandzugang kann über unterschiedlichen Techniken erfolgen. Am gängigsten ist dabei die Nutzung des Telefonnetzes, was sich in der Hauptsache durch die geringeren Neuinvestitionen der Betreiber ergibt. Grundsätzlich umfasst der Breitbandzugang via Telefonnetz hauptsächlich den DSL-Standard. Hinzu kommen Sonderlösungen, wie beispielsweise das Breitband-ISDN. Realisiert wird der Zugang über eine effizientere Nutzung der bestehenden Kupferleitungen. Da DSL jedoch nur geringe Distanzen überbrücken kann, sind Verstärker notwendig, mit denen sich das Signal über größere Strecken befördern lässt. Häufig kommt es daher auch zu dem Einsatz verschiedener Techniken. Gängig ist die kombinierte Nutzung von Glasfaserkabeln, Kupferkabeln und Richtfunkstrecken.
 
Eine weitere Möglichkeit für einen Breitband Internetzugang stellt das Kabelfernsehnetz dar. Hierbei findet die Datenübertragung über ein Koaxialkabel statt. Zuvor findet eine Anpassung auf das analoge Kabelfernsehnetz statt. Die maximale Leistungsfähigkeit liegt derzeitig im Downstream bei 120 MBit/s beziehungsweise bei 5 MBit/s im Upstream. Ferner ist eine Direktanbindung des Internetkunden mittels Glasfaserkabel möglich. Dies ist jedoch mit hohen Anschlusskosten verbunden und in der Praxis daher nicht flächendeckend anwendbar. Ein anderer Weg zum Breitbandzugang führt über das Elektrizitätsnetz. Durch sogenannte Trägerfrequenzanlagen, kurz TFA, ist die Anbindung an das Internet möglich. Die eigentliche Datenverbindung wird dabei zwischen der heimischen Steckdose und einer Trafostation hergestellt. Letztere sind entweder über Glasfaserkabel oder über Richtfunksysteme angebunden.
 
Zuletzt ergibt sich über die Nutzung terrestrischer Funktechnologien eine Möglichkeit einen Breitbandzugang zu erhalten. Diese Technologie ist besonders für Gebiete interessant in der die vorangegangenen Techniken nicht zum Einsatz kommen, sei es aus logistischen oder finanziellen Gründen. Die terrestrischen Breitbandnetze funktionieren über sogenannte Wireless Internet Access Provider. So entstehen lokale, kabellose Netzwerke. In begrenztem Umfang lässt sich zudem über die Mobilfunkstandards HSDPA, UMTS und EDGE ein Breitbandzugang einrichten, wenn man über einen entsprechenden UMTS Stick oder ein anderes UMTS Modem verfügt.
 
Tripple Play
Der englische Begriff Tripple Play, was übersetzt soviel heißt wie dreifaches Spiel, bezeichnet in der Telekommunikation die Kombination von Internettelefonie, Internet und Fernsehen beziehungsweise Video-on-Demand. Allgemein verwendet wird die Bezeichnung im Marketing der verschiedenen Anbieter, die ihren Kunden eine bequeme All-In-One Lösung anbieten wollen. Synonym werden zudem oftmals Hardwarekomponenten als Tripple Play bezeichnet, die sich durch gleichzeitiges verarbeiten von Audio, Video und Daten auszeichnen.
 
In Deutschland treiben insbesondere die Kabelfernsehanbieter den Netzausbau in Sachen Tripple Play voran. Neben dem TV-Kabel kann seit einigen Jahren auch die Telefonleitung für Tripple Play genutzt werden. Dennoch ist über Kabelmodems bereits seit den 1990ern der Empfang von Fernsehen und Internet möglich. Video-on-Demand sowie IP-Telefonie gehörten bis vor kurzem zumeist nicht zum Portfolio der Anbieter, da die notwendigen technischen Voraussetzungen für flächendeckende Breitbandzugänge fehlten. Seit einigen Jahren wächst jedoch der Markt für Tripple Play Lösungen stetig. Aufgrund technischer Umstellungen zu einem NGN-Telefonnetz dürfte der Trend zum Tripple Play weiter anhalten. Die Datenübertragungsraten liegen derzeitig auf einem Level um 50 MBit/s. Diese hohe Übertragungsrate ist notwendig, um eine gleichzeitige Nutzung von Internet und Telefon zu gewährleisten. Addiert sich dazu noch die höhere Datendichte durch die Nutzung von HDTV sind hohe Übertragungsraten essentiell für einen reibungslosen Betrieb.
 
Die höchste Netzabdeckung mit leistungsfähigen Tripple Play Anschlüssen ließe sich auf derzeitigen Stand noch über das Kabelnetz etablieren. Dies ist vornehmlich darauf zurück zu führen, dass VDSL in Deutschland eine geringere Verbreitung besitzt. Dennoch findet ein stetiger Ausbau beider Netze statt, um dem wachsenden Kundeninteresse Rechnung zu tragen.